Abend voller Erinnerungen
Seppenrade - Es war ein Abend voller Erinnerungen, zu dem der Heimatverein Seppenrade am Sonntag eingeladen hatte. In alter Tradition und Gewohnheit fand nämlich der alljährliche plattdeutsche Abend im Heimathaus des Seppenrader Rosengartens statt. Heitere „Vertellekes“ und „Dönnekes“ von früher, Gedichte, Geschichten, ein kurzes Theaterstück und traditionelle Lieder - all das bescherte den zahlreichen Gästen im ausverkauften Heimathaus beim plattdeutschen Abend ein gemütliches Beisammensein und „völl Plaisir“ bei so manchen Anekdötchen.
Zu Beginn des plattdeutschen Abends, der „sowohl zum Lachen einlädt, als auch zum Nachdenken anregt“, wie Herbert Haschmann, Vorstandsmitglied des Heimatvereins,während seiner Begrüßung feststellte, reflektierten Heinz Lüling und Brigitte Haschmann die guten alten Tage. Die glücklich verheirateten Großeltern, die das heutzutage leider Gottes nicht mehr gewöhnliche goldene Ehejubiläum feierten, erinnerten sich mit Wohlwollen an ihr erstes Treffen bei Wilms im Saal in Hullern und ihre fortan anhaltende Verliebtheit mit wilden Tanzabenden. Doch am Ende musste der Großvater seiner Ehegattin beichten, dass auch er dem Wandel der Zeit nicht widerstehen konnte. ..
Über tosenden Applaus und ein rundum strahlendes Publikum freute sich anschließend die Nachwuchsgruppe des plattdeutschen Theatervereins Seppenrade. Gemeinsam mit Mareike Schotte haben die 15 Mädchen und Jungen ein höchst amüsantes Theaterstück auf die Bühne gebracht, das die begeisterten Besucher immer wieder in wahre Lachkrämpfe versetze. Die jungen Schauspieler, denen das Lampenfieber kaum anzumerken war, zeigten, was man in früheren Zeiten während einer Zugfahrt von Dülmen nach Lüdinghausen so alles erleben konnte. Die Laientheaterschauspieler bewiesen, dass es um die plattdeutsche Mundart für die Zukunft sehr gut bestellt ist.
Während des plattdeutschen Abends zeigten sich die über 100 Gäste äußerst stimmgewaltig. Mit Begleitung von Annette Becker am Akkordeon erklangen im Heimathaus volkstümliche Lieder wie „Dat Leiwen brengt viell Freid“, „Winter, goah to“ oder „In´n Mäten de Buer“.
Im Anschluss an den musikalischen Ausflug in die plattdeutsche Vergangenheit setzten Elisabeth Schlierkamp, Josef Hagelschuer und Hugo Breer mit zahlreichen „Vertellekes“ und „Dönnekes“ das Programm fort. Mit tosendem Applaus wurde den drei Vorlesern für ihre Beiträge, die das Publikum im Herzen des Rosengartens immer wieder begeisterten, gedankt.
Gestärkt von einem kleinen Imbiss, der den Gästen in einer Pause gereicht wurde, klang der plattdeutsche Abend am Sonntag mit dem Auftritt der A-cappella-Formation „Swingersöhne“ aus. Die Musiker präsentierten einige plattdeutsche Lieder und trafen dabei genau den Nerv der Zuhörer.
Dass das „Plattdütschk ut Westfaolen und dem Mönsterland“ nach vielen Jahren in der Vergessenheit mittlerweile wieder einen höheren Stellenwert genießt, ist nur allzu erfreulich. Der stimmungsvolle plattdeutsche Abend des Heimatvereins Seppenrade hat bewies, dass dieses Kulturgut für viele Menschen einfach nicht aussterben darf.
Zu Beginn des plattdeutschen Abends, der „sowohl zum Lachen einlädt, als auch zum Nachdenken anregt“, wie Herbert Haschmann, Vorstandsmitglied des Heimatvereins,während seiner Begrüßung feststellte, reflektierten Heinz Lüling und Brigitte Haschmann die guten alten Tage. Die glücklich verheirateten Großeltern, die das heutzutage leider Gottes nicht mehr gewöhnliche goldene Ehejubiläum feierten, erinnerten sich mit Wohlwollen an ihr erstes Treffen bei Wilms im Saal in Hullern und ihre fortan anhaltende Verliebtheit mit wilden Tanzabenden. Doch am Ende musste der Großvater seiner Ehegattin beichten, dass auch er dem Wandel der Zeit nicht widerstehen konnte. ..
Über tosenden Applaus und ein rundum strahlendes Publikum freute sich anschließend die Nachwuchsgruppe des plattdeutschen Theatervereins Seppenrade. Gemeinsam mit Mareike Schotte haben die 15 Mädchen und Jungen ein höchst amüsantes Theaterstück auf die Bühne gebracht, das die begeisterten Besucher immer wieder in wahre Lachkrämpfe versetze. Die jungen Schauspieler, denen das Lampenfieber kaum anzumerken war, zeigten, was man in früheren Zeiten während einer Zugfahrt von Dülmen nach Lüdinghausen so alles erleben konnte. Die Laientheaterschauspieler bewiesen, dass es um die plattdeutsche Mundart für die Zukunft sehr gut bestellt ist.
Während des plattdeutschen Abends zeigten sich die über 100 Gäste äußerst stimmgewaltig. Mit Begleitung von Annette Becker am Akkordeon erklangen im Heimathaus volkstümliche Lieder wie „Dat Leiwen brengt viell Freid“, „Winter, goah to“ oder „In´n Mäten de Buer“.
Im Anschluss an den musikalischen Ausflug in die plattdeutsche Vergangenheit setzten Elisabeth Schlierkamp, Josef Hagelschuer und Hugo Breer mit zahlreichen „Vertellekes“ und „Dönnekes“ das Programm fort. Mit tosendem Applaus wurde den drei Vorlesern für ihre Beiträge, die das Publikum im Herzen des Rosengartens immer wieder begeisterten, gedankt.
Gestärkt von einem kleinen Imbiss, der den Gästen in einer Pause gereicht wurde, klang der plattdeutsche Abend am Sonntag mit dem Auftritt der A-cappella-Formation „Swingersöhne“ aus. Die Musiker präsentierten einige plattdeutsche Lieder und trafen dabei genau den Nerv der Zuhörer.
Dass das „Plattdütschk ut Westfaolen und dem Mönsterland“ nach vielen Jahren in der Vergessenheit mittlerweile wieder einen höheren Stellenwert genießt, ist nur allzu erfreulich. Der stimmungsvolle plattdeutsche Abend des Heimatvereins Seppenrade hat bewies, dass dieses Kulturgut für viele Menschen einfach nicht aussterben darf.
 VON MARIAN TÜNS