Volles Haus im Rosendorf

Für Farbeffekte in dunkler Sommernacht sorgte die Kirmes.
Seppenrade - Das hat Seppenrade bei seinen bisherigen 42 Rosenfesten noch nicht erlebt: lange Besucherschlangen an den Kassen zum Rosengarten, Warteschlangen an den Bushaltestellen, ausgelassene Stimmung im ganzen Dorf, das am Samstagabend bei bestem Sommerwetter zu einer riesigen Partymeile wurde.

Josef Große Entrup, Vorsitzender des Heimatvereins, hatte am Samstagabend zusammen mit dem Spielmannszug „Klingendes Spiel“ das 43. Rosenfest auf dem Kirchplatz eröffnet. Die Gäste aus Nah und Fern strömten aus allen Richtungen nach Seppenrade. Viele nutzten dabei das Angebot des Regionalverkehrs Münsterland, der große Gelenkbusse eingesetzt hatte, um die Besucher zu bringen und nachts wieder abzuholen. Dieser Einsatz war lohnenswert, denn die Busse waren immer voll besetzt.

Auf dem Kirchplatz legte die Party- und Stimmungsband „Die Bamberger“ gleich richtig los. Die Vollblutmusiker sind in Seppenrade immer wieder gern gesehen, denn sie verfügen über ein breit gefächertes musikalisches Repertoire. Für Freunde der bayerischen Volksmusik bis hin zum Rock war für jeden etwas dabei. So gab es im Schatten der Pfarrkirche St. Dionysius zu später Stunde ebenso wenig ein Durchkommen wie im Rosengarten, wo das etwas jüngere Publikum zur Disco-Musik eines Discjockeys vom „Musicpark“ abtanzte.

Vor den Kassen am Rosengarten bildeten sich so lange Schlangen, dass überall eine zweite Kasse geöffnet werden musste, um dem Ansturm gerecht zu werden. Alle Hände voll zu tun hatten die vielen Vereine und Gruppierungen, die Zapfdienste an den Theken und den Service an den Bratwurstständen übernommen hatten.

Die Präsenz der Polizei am Rosengarten zeigte wieder ihre Wirkung, denn bis auf kleine Ausnahmen blieb es friedlich und ruhig unter den jungen Gästen, die nebenbei noch die Fahrgeschäfte der Kirmes in Anspruch nahmen.

Vom Trubel der Nacht war am Sonntagvormittag nicht mehr viel zu sehen. Viele fleißige Hände hatten den Kirchplatz und Rosengarten gesäubert. Nach dem Hochamt ging es mit dem Auftritt der „SuB Band“ aus Ascheberg weiter. Sie wurde am Nachmittag von der Tanzband „Bluelight“ abgelöst. Kaffee und Kuchen fanden in der Cafeteria reißenden Absatz. Für einen ersten Höhepunkt am Sonntag sorgte die Vorführung mit Modellballons im Rosengarten, wo mit Einbruch der Dunkelheit am Abend mit dem großen Barockfeuerwerk der zweite Höhepunkt folgen sollte.

Am heutigen Montag haben zunächst die Kinder das Sagen. Um 14.30 Uhr stellt die Kirmes ihre Attraktionen zur Verfügung. Gleichzeitig können sich die Kleinen schminken lassen. Das Wolfsburger Figurentheater Companie führt um 15.30 Uhr das Stück „Großmutter hat Geburtstag“ auf. Abends sorgen dann „Die Bamberger“ auf der Bühne im Rosengarten für Stimmung. Hier wird gegen 22 Uhr das traditionelle Höhenfeuerwerk gezündet.

 VON MICHAEL BEER