15.02.2009
Plattdeutsche Sprache:   Keine Bange um den Nachwuchs
Lisbeth Schlierkamp, Elisa- beth Kestermann, Josef Hagelschuer und Bernhard Balster (v.r.) präsentierten Gedichte und Geschichten in plattdeutscher Mundart. Fotos: (-mib-)
Seppenrade - „Die plattdeutsche Sprache war viele Jahre nicht salonfähig und cool. Nun genießt sie einen neuen Stellenwert. Selbst in Schulen gibt es mittlerweile Arbeitsgruppen oder Lesewettbewerbe, die diese alte Mundart aufleben lassen“, sagte Herbert Haschmann, Vorstandsmitglied des Heimatvereins, beim plattdeutschen Heimatabend im Heimathaus am Sonntagabend. Trotz der widrigen Witterung mussten noch Stühle nachgeholt werden, so groß war das Interesse an diesem unterhaltsamen Abend. Das Alter der Akteure auf der Bühne, die in diesem Jahr alle aus Seppenrade kamen, reichte von acht bis 88 Jahren.
„War dat fröher in Siäpro schön“, hieß die Eröffnungsgeschichte von Lisbeth Schlierkamp, die mit fast 88 Jahren die „gute alte Zeit“ noch selbst erlebt hatte. „Kenns du dat Düorpken dao buowen up`n Biärg“ ist den meisten Seppenradern als das bekannteste Werk der Heimatdichterin Anni Siepe in Erinnerung. An diesem Abend wurde es als Lied vorgetragen, begleitet von Annette Becker auf dem Akkordeon. Nachdenkliches und Amusäntes vom Olfener Heimatdichter Bernhard Holtmann trug Bernhard Balster vor.
Dass es um die plattdeutsche Mundart für die Zukunft sehr gut bestellt ist, bewies der Auftritt der Nachwuchsgruppe der Theatergruppe Seppenrade. Heinrich Schulze Spüntrup, viele Jahre Vorsitzender der Laienspielschar, hatte mit der Komödie „In de Weertschoap“ den 17 Mädchen und Jungen ein Stück auf den Leib geschrieben. Es spielt in einer Kneipe, in der sich oft das wahre Leben eines Dorfes widerspiegelt. Für die jungen Schauspieler, denen das Lampenfieber kaum anzumerken war, gab es immer wieder starken Szenenapplaus. Selbst Pfarrer Jürgen Heukamp bekam sein „Fett weg“. „Der Pastor muss wohl ein guter Radrennfahrer sein. Als er bei uns zu Besuch war, trug er das gelbe Trikot.“
„War dat fröher in Siäpro schön“, hieß die Eröffnungsgeschichte von Lisbeth Schlierkamp, die mit fast 88 Jahren die „gute alte Zeit“ noch selbst erlebt hatte. „Kenns du dat Düorpken dao buowen up`n Biärg“ ist den meisten Seppenradern als das bekannteste Werk der Heimatdichterin Anni Siepe in Erinnerung. An diesem Abend wurde es als Lied vorgetragen, begleitet von Annette Becker auf dem Akkordeon. Nachdenkliches und Amusäntes vom Olfener Heimatdichter Bernhard Holtmann trug Bernhard Balster vor.
Dass es um die plattdeutsche Mundart für die Zukunft sehr gut bestellt ist, bewies der Auftritt der Nachwuchsgruppe der Theatergruppe Seppenrade. Heinrich Schulze Spüntrup, viele Jahre Vorsitzender der Laienspielschar, hatte mit der Komödie „In de Weertschoap“ den 17 Mädchen und Jungen ein Stück auf den Leib geschrieben. Es spielt in einer Kneipe, in der sich oft das wahre Leben eines Dorfes widerspiegelt. Für die jungen Schauspieler, denen das Lampenfieber kaum anzumerken war, gab es immer wieder starken Szenenapplaus. Selbst Pfarrer Jürgen Heukamp bekam sein „Fett weg“. „Der Pastor muss wohl ein guter Radrennfahrer sein. Als er bei uns zu Besuch war, trug er das gelbe Trikot.“
Dass es um die Zukunft der plattdeutschen Sprache nicht schlecht bestellt ist, verdeutlichte die Jugend- gruppe der Laienspielschar.
Nach einer kleinen Pause, in der den über 100 Gästen ein kleiner Imbiss gereicht wurde, setzten Elisabeth Kestermann und Josef Hagelschuer mit Geschichten, Dönekes und Anekdoten von Tons Mehring oder Hans Hartmann sowie ein wenig Jägerlatein das Programm fort, immer wieder unterbrochen von plattdeutschem Liedgut. Mit viel Beifall wurde den vier Vorlesern für ihre Vorträge gedankt.
„Plattdütschk ut Westfaolen und dem Mönsterland“ ist noch lange nicht tot. Im Gegenteil. Der stimmungsvolle Abend hat gezeigt, dass es noch viele Gedichte und Geschichten in der alten Mundart zu erzählen gibt und die Zahl derer, die diese noch vortragen können, weiter steigt.
„Plattdütschk ut Westfaolen und dem Mönsterland“ ist noch lange nicht tot. Im Gegenteil. Der stimmungsvolle Abend hat gezeigt, dass es noch viele Gedichte und Geschichten in der alten Mundart zu erzählen gibt und die Zahl derer, die diese noch vortragen können, weiter steigt.