"Engagement war toll"
Die Ausstellung „Goldrausch in Seppenrade“ ist vom 16. bis 25. Oktober täglich von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 10.30 bis 18 Uhr im Heimat- haus zu sehen. Andere Ter- mine sind nach Absprache mit Josef Große Entrup unter 02591/88303 möglich.
Heinz Delbrügge, Karl Schubert, Dieter Böhle, Willibald Kern, Josef Große Entrup, Gregor Fellermann, Josef Schlüter- mann.
Vor 40 Jahren gewann Seppenrade Gold bei „Unser Dorf soll schöner werden“
Zuerst sicherte man sich 1969 den Sieg beim Landeswettbewerb. Im gleich Jahre folgte der erste Platz beim Bundeswettbewerb von „Unser Dorf soll schöner werden“. Eine Ausstellung im Heimathaus erinnert jetzt an den damaligen „Goldrausch“.
Seppenrade. In Seppenrade wurde viel erreicht. Rosengarten und Heimathaus wurden beispielsweise nur durch großes Engagement aus der Bürgerschaft möglich. Und das wurde auch schon früher groß geschrieben: 1969 ging man in Seppenrade, nachdem man im Vorjahr „nur“ den zweiten Platz auf Kreisebene errang, das Projekt „Golddorf“ an. Einzelne Personen und Gruppen wie beispielsweise Kolpingverein, Feuerwehr, Spielmannszug, DRK, Karnevalsverein und Pilsfreunde legten sich richtig ins Zeug und verschönerten ihr Dorf. „Damals wurden alleine 6000 Bäume und Sträucher gepflanzt“, weiß Dieter Böhle von der Archivgruppe des Heimatvereins.
Und nicht nur öffentliche Plätze wurden fit für die Prüfungskommission gemacht, auch Privatleute legten in ihren Gärten Hand an, um Seppenrade zur Goldmedaille zu führen. „Was damals an bürgerlichem Engagement geleistet wurde, ist Wahnsinn“, meint auch Josef Große Entrup, Vorsitzender des Heimatvereins. Damit dieser große Einsatz wieder ins Gedächtnis der Bürger gerufen wird, bereitet der Heimatverein momentan eine Ausstellung zum Thema „Goldrausch in Seppenrade“ vor. Seit mehreren Monaten sichtet die Projektgruppe Fotos und Dias aus dem Archiv, um zur Ausstellungseröffnung einen bunten Querschnitt von rund 90 Bildern präsentieren zu können.
Passend zum Thema hat der Heimatverein eigens einen „Siegestrunk“ aufgelegt, der während der Ausstellung zu haben ist. Und auch spezielles Naschwerk ist geplant. „Mehr wird aber noch nicht verraten“, so Dieter Böhle. Eins steht aber fest: Im Vordergrund steht die Goldmedaille, die 1969 vom damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann überreicht wurde. Diese ist nicht nur auf dem „Siegestrunk“ und auf den süßen Leckereien zu finden, sie wurde extra für die Ausstellung von Heimatfreund Heinz Delbrügge auf knapp einen Meter vergrößert und ziert nun während der Ausstellung das Seppenrader Heimathaus im Rosengarten.