28.03.2009    Schokolade im Straßengraben

Rund 140 Helferinnen und Helfer begrüßte Seppenrades Heimatvereinsvorsitzender Josef Große Entrup nach den Einsätzen in und um Seppenrade zum Erbseneintopf , gestiftet vom „Naundrups Hof“, Peick, im Heimathaus. Allein 60 Akteure waren im Baugebiet „Hüwel“ im Einsatz. Hier nahm man sich intensiv das Sportgelände mit dem vorgelagerten Kinderspielplatz und den Spielplatz „Große Busch“ vor. Selbst die kleinsten Hüwelander legten gemeinsam mit Vater und Mutter Hand an, um ihre Spielflächen und die angrenzenden Rabatten auf Hochglanz zu bringen. Erfreulich viele Jugendliche waren auch im Dorf und den Seppenrader Bauerschaft mit dem „Frühjahrsputz“ beschäftigt. 16 „Müllfahrzeuge“ waren im und um das Dorf herum im Einsatz.
Alle vier Kompanien der St. Johanni - Schützenbruderschaft, das DRK, die Feuerwehr, die KLJB, der Tennisclub und eine Vielzahl von Heimatvereinsmitgliedern waren mit insgesamt 16 Fahrzeugen unterwegs. Nach gut drei Stunden konnten sie circa 17 Kubikmeter Müll in die beiden auf dem Rosengartenparkplatz deponierten Container umladen. „Wir haben Unmengen von ,Startpiloten (kleine Flachmänner) eingesammelt, der Firma mit dem Hirschgeweih kann es nicht schlecht gehen“, frotzelte eine Gruppe über die Funde in ihrem Gebiet. Ein Führerschein, EC- und Kreditkarten gehörten ebenfalls zum Sammelsurium, ebenso ein verschlossener Karton, gefüllt mit Weihnachtsschokolade befand sich darunter. Insgesamt stellten auch die Seppenrader für ihr gesamtes Gebiet erfreulicherweise einen Rückgang an Wohlstandsmüll fest, was sie jedoch weniger erfreute: Entlang vieler Wege fand man vermehrt Verpackungsmaterialien einer bekannten Schnellimbiss-Kette vor - eine schlechte Reklame, wie die „Saubermänner“ aus dem Rosendorf empfanden.


 VON REINHARD TUMBRINK